Warum gibt es in Werneck noch ein Besuchsverbot?

18. August 2020

Das Besuchsverbot im Krankenhaus war Teil des Maßnahmenpakets, das die Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern erfolgreich begrenzt hat. Bei zuletzt ca. 8.000 registrierten aktiven Infektionen muss man von einer Dunkelziffer von 80.000 infektiösen Patienten ausgehen. Das heißt, dass etwa jede tausendste Person Träger des Corona-Virus ist, ohne dies zu wissen. 

Komplette Schließung vermeiden

In den Medien finden sich gehäuft Berichte über Mikroausbrüche wie kürzlich in einer Fleischfabrik in Westfalen mit über 1.000 Infizierten. In einem Krankenhaus wäre eine solche Ansteckung von Mitpatienten oder Personal eine absolute Katastrophe. Im Extremfall müsste die Klinik komplett geschlossen werden. Ein solches Ereignis muss in jedem Fall vermieden werden. Die Vermeidung von Kontakten zu ungetesteten Personen ist dafür die sicherste Maßnahme, denn ohne Kontakt gibt es auch keine Infektion. 

Risikominimierung durch Besuchsverbot

Das Besuchsverbot bleibt daher ein wichtiger Beitrag zur Risikominimierung für unsere Patienten. Bei einer normalen Hüft- oder Knieendoprothese bleiben unsere Patienten noch für 3 Tage nach der OP im Krankenhaus. In diesem kurzen Zeitraum haben unsere Patienten für das Besuchsverbot weiterhin volles Verständnis.