Warum MAKOplasty®?

11. April 2018

Was ist heutzutage das wichtigste orthopädische Problem? Es ist die Unzufriedenheit der Patienten nach der Knieprothese. Nach einer Hüft-OP haben wir 97 Prozent zufriedene Patienten, nach einer Knieprothese nur 86 Prozent. Natürlich gibt es in der modernen Orthopädie auch andere ungelöste Probleme, sie sind aber (empfindliche Kollegen mögen mir verzeihen) angesichts der großen Anzahl von Kniepatienten von untergeordneter Bedeutung.

MAKOplasty® erhöht die Patientenzufriedenheit

Alle Versuche, durch neue Prothesenmodelle die Patientenzufriedenheit zu verbessern, haben in den letzten 20 Jahren schlichtweg versagt. Einen ganz anderen Weg geht nun die MAKOplasty®. Bei diesem Verfahren wird die Prothese unter massivem Hightech- und Computereinsatz so an den Patienten angepasst, dass seine individuellen Bänder optimal genutzt werden.

Wie das geht? Zunächst wird bei der MAKOplasty® mit einer Computertomographie ein 3D-Modell vom Knie des Patienten angefertigt. Unmittelbar vor der eigentlichen OP erfolgt die Untersuchung der vorhandenen Bänder. Der spätere Einbau der Prothese wird solange an das 3D-Modell angepasst, bis die optimale Bandführung über den gesamten Bewegungsumfang erreicht ist. Bis hierher hat noch keine Operation stattgefunden! Der Roboterarm beim MAKOplasty®-Verfahren sieht vielleicht spektakulär aus – er ist aber eigentlich nur ein Werkzeug in der Hand des Chirurgen, um die optimale Planung bei der Knie-OP auch präzise umzusetzen. Wir glauben, dass wir das Knie deutlich in Richtung der Hüftzufriedenheit verschieben können. Jedenfalls habe ich vorher viel weniger Kniepatienten gehabt, die mir nach sechs Wochen um den Hals fallen…