Tipps zum Vorbeugen einer Hüft-OP

01. September 2020

Bevor es darum geht, wie man eine Operation an der Hüfte vermeiden kann, sollte man erst einmal wissen, wann eine Hüft-OP überhaupt notwendig ist. Auf diese Frage hat Prof. Dr. Hendrich immer eine klare Antwort: “S​chmerzen, Bewegungseinschränkungen und Knochenverluste sind die Ursachen für die Einschränkung der Lebensqualität unserer Patienten. Wenn diese Einschränkung so groß ist, dass die Patienten dafür bereit sind, das OP-Risiko hinzunehmen, ist es Zeit für die Operation.” Die Entscheidung liegt also letztendlich beim Patienten selbst. Trotzdem gibt es natürlich aus medizinischer Sicht Anzeichen für eine Hüft-OP.

Wann muss operiert werden?

Wenn der Patient älter als 75 Jahre ist, steigt rein statistisch gesehen mit jedem weiteren Jahr das allgemeine OP-Risiko an – dann sollte man sich eher für eine Operation entscheiden. Ansonsten kommt es immer auf die Diagnose beziehungsweise das Krankheitsbild an. Die häufigste Diagnose für die Hüft-OP ist die Hüftarthrose, also der Gelenkverschleiß, welcher das altersübliche Maß übersteigt.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Um der Entstehung einer Arthrose im Hüftgelenk vorzubeugen, sollten die dazu führenden Risikofaktoren minimiert oder sogar ausgeschaltet werden. Zu den Risikofaktoren gehören:

  • konstitutionelle Faktoren (z.B. Alter, Geschlecht, genetische Faktoren)
  • Formstörungen des Hüftgelenks (z.B. Hüftdysplasie, Impingementsyndrom etc.)
  • Übergewicht
  • gelenkschädigende sportliche oder berufliche Tätigkeiten
  • zu wenig Bewegung
  • ungesunde Ernährung
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes)
  • übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum

 

Wie minimiere / vermeide ich das Risiko für eine Hüftarthrose?

Während manche Risikofaktoren wie die konstitutionellen Faktoren nicht beeinflusst werden können, haben vor allem frühzeitige Maßnahmen bei anderen Risikofaktoren eine große Bedeutung. So sollten zum Beispiel Formstörungen des Hüftgelenks rechtzeitig behandelt sowie Überbelastungen vermieden werden. Letzteres wird unter anderem durch eine Reduzierung von Übergewicht und moderater, regelmäßiger Bewegung erzielt – wobei speziell die Muskelkräftigung mittels Krafttraining nicht zu vernachlässigen ist.

Bei vorliegenden Stoffwechselerkrankungen hingegen muss eine optimale medizinische Einstellung der Blutzucker-, Blutfett- und Harnsäure-Werte erfolgen.
Prinzipiell kann auch die richtige Nährstoffzufuhr die Gelenkfunktion positiv beeinflussen, wobei hier vor allem auf ausreichend Obst und Gemüse, Vitamin E, Fisch und eine Reduzierung von tierischen Lebensmittel geachtet werden sollte.

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